Erfolgreicher Abschluss des gemeinsamen IT-Projektes mit der Hochschule Wismar


Nach erfolgreichem Projektstart im Oktober 2011 stand kurz vor Weihnachten die Präsentation der Projektergebnisse an. Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes haben Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Schwerpunktes Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsinformatikstudenten der Hochschule Wismar gemeinsam an der Modellierung von Hochschulprozessen gearbeitet.

Durch die gemeinsame anwendungsbezogene und arbeitsteilige Arbeit erhielten die Studenten die Möglichkeit, die Arbeit eines IT-Architekten kennenzulernen und sich darin zu trainieren. Die Schülerinnen und Schüler haben sich weitere methodische Grundlagen der Wirtschaftsinformatik erarbeitet sowie verschiedene Computerprogramme und Medien kennengelernt. So wurde im Wesentlichen über Stud.IP kommuniziert und Konferenzen über Skype abgehalten. Die Geschäftsprozesse wurden in der Modellierungssprache UML erstellt und mit der Modellierungssoftware astah umgesetzt.
Besonders motivierend bei der Arbeit war, dass die Ergebnisse tatsächlich benötigt werden und als Grundlage für die Weiterentwicklung der Hochschulprozesse dienen.

Im Abschlussgespräch haben beide Seiten betont, wie bereichernd die Arbeit für sie war und wie viel beide Seiten voneinander und miteinander gelernt haben. Besonders sehen lassen konnten sich die Ergebnisse, die über den anfangs gesetzten Erwartungen lagen.

Nachfolgend wird das Projekt, das zur Einführung eines neuen Hochschulinformationssystems beiträgt, etwas genauer beschrieben.


Geschäftsprozessmodellierung-Projekt der BG 12c

Einleitung

Die BG12c hat im Bereich Wirtschaftsinformatik unter Leitung von Herrn Prof. Alde und Herrn Urbszat ein Projekt mit Wismarer Studenten der Hochschule Wismar durchgeführt. Der Startschuss war bereits am 6.10.2011, und die effektive Arbeitszeit fand im Zeitraum November - Dezember statt. Das Ergebnis wurde dann am 20.12.2011 an der Hochschule Wismar präsentiert.

Aufgabenstellung

Hintergrund des Projektes ist die Einführung eines neuen HochschulInformationssystemes (HIS), welches alle hochschulinternen Prozesse abbildet und softwaretechnisch unterstützt. Dazu bedarf es, dass alle Hochschulprozesse in einem einheitlichen Standard vorliegen, oder genauer gesagt, dass die Prozesse in UML (Unified Modelling Language) modelliert werden. Hierfür existiert auch schon eine Arbeitsgruppe in Wismar, um die Prozessmodellierungen voranzutreiben, und diese Tatsache bildete dann auch die Grundlage für das Projekt.

Unter Leitung von Prof. Alde wurde ein Projekt ins Leben gerufen, um ausgewählte Prozesse für die HIS in UML zu modellieren. Dabei fungierten die Wismarer Studenten als Projektleiter, und die Listschüler als Modellierungsteam. Insgesamt gab es sieben Modellierungsteams, welche jeweils unter Aufsicht eines Projektleiters ein Prozess zu modellieren hatten.

Werkzeuge

Für die UML-Modellierung stand die freie Software astah Community zur Verfügung, mit welcher die grundlegenden UML-Diagramme erstellt werden können. Die Schüler hatten insbesondere Use-Case-Diagramme und Aktivitäts-Diagramme zu erstellen. In einem Use-Case-Diagramm werden alle Prozess-Beteiligten aufgezeigt, deren Anwendungsfälle dargestellt und miteinander in Beziehung gebracht. Die untere Abbildung zeigt ein Use-Case-Diagramm für den Prozess des Urlaubsantrages.




Die Use-Case-Diagramme geben noch keinerlei Informationen über die Abfolge des Prozesses. Dies wird erst in den Aktivitäts-Diagrammen ersichtlich. Hier werden alle Aktionen in eine Abfolge gebracht und die Zuständigkeiten festgelegt. Die untere Abbildung zeigt ein Aktivitäts-Diagramm für den Prozess des Urlaubsantrages.




Kommunikation

Da die Studenten - also die Projektleiter - in Wismar und die Schülerteam in Lübeck arbeiteten, bedurfte es geeigneter Kommunikationswege. Zum einen wurde natürlich per Email kommuniziert, es wurden aber auch Konferenzen per Skype gehalten. Als sehr nützlich erwies sich zudem die Kommunikationsplattform Stud.IP. Hier wurden die benötigten Dateien ausgetauscht, Foren erstellt, Arbeitsprotokolle geführt usw.



Präsentation

Am 20. Dezember wurden dann alle Ergebnisse präsentiert. Alle Listschüler waren sehr gut vorbereitet, und konnten gemeinsam mit den Studenten die Diagramme erläutern.

Herr Prof. Alde zeigt sich am Ende sehr zufrieden mit der Arbeit und den Ergebnissen und hob hervor, dass dieses Projekt eine praxisnahe und typische Tätigkeit eines Wirtschaftsinformatikers ist. Ein Wirtschaftsinformatiker muss nicht gut programmieren können, er versteht sich viel mehr als Architekt eines stimmigen Softwaresystemes in einem Unternehmen. Und dazu bedarf es der gründlichen Planung mit Hilfe von Modellen, weshalb Herr Prof. Alde die Wirtschaftsinformatik auch als die Kunst der Kästchenmalerei bezeichnet.

Die FLS-Schüler haben sich teuer verkauft und eine solide Leistung gezeigt, mit dem Wissen, dass ihre Arbeit nicht umsonst war und ihre Ergebnisse in die Entwicklung des Hochschul-Informationssystemes (HIS) mit einfließen.

Lars Urbszat, Thorsten Ventzke






 



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